Karl-Bräuer-Institut - Unsere Themen

Unsere Themen

Grenzen der Staatsverschuldung in den Bundesländern

Die Schrift 110 befasst sich mit der Umsetzung der im Grundgesetz verankerten




Schuldenbremse in Landesrecht. Nach einer Darstellung der maßgeblichen Rechtsänderungen und des Standes der Umsetzung weist die Schrift zunächst die verfassungsrechtlichen Einwände zurück, die gegen eine im Grundgesetz niedergelegte Begrenzung der Länderverschuldung vorgebracht werden. Der Eingriff der Schuldenbremse in das Landesrecht wird im Sinne eines Ausgleichs von Länderautonomie und Bundestreue als verfassungsgemäß erachtet.
Ferner wird dargelegt, dass auf Änderungen des Länderrechts nicht verzichtet werden kann, landesrechtrechtliche Ausnahmeregelungen für eine geringe und zeitlich begrenzte Verletzung der Schuldenbremse jedoch als verfassungswidrig zu betrachten sind. Sodann befasst sich die Schrift eingehend mit den finanzpolitischen Schwierigkeiten der Umsetzung der Schuldenbremse auf Landesebene. Damit die erforderliche Konkretisierung der verfassungsgesetzlichen Vorgaben nicht zum Einfallstor für Manipulationen werden kann, werden „Leitplanken“ für die strukturelle, konjunkturelle und katastrophenbedingte Verschuldung der Länder empfohlen.
Insgesamt kommt die Schrift zu dem Ergebnis, dass die verfassungsrechtlichen Einwände nicht durchschlagen und die finanzpolitischen Schwierigkeiten beherrschbar sind. Die Anlage enthält eine Zusammenstellung der einschlägigen Vorschriften der Länderverfassungen und des Haushaltsrecht der Länder sowie eine Auflistung der Gesetzesinitiativen und -beschlüsse zur Umsetzung der Schuldenbremse in den Ländern.

Download Schrift 110

Die Mitte im Zugriff des Fiskus

Aufsatz des Instituts im ''Wirtschaftsdienst''

Die Begrenzung der Abgabenbelastung, insbesondere im Bereich der mittleren Einkommen, war und ist ein zentrales Anliegen des Instituts. Deshalb ist es erfreulich, dass das Institut für die Ausgabe 8/2011 der Zeitschrift Wirtschaftsdienst gebeten worden ist, einen Beitrag im Rahmen des Zeitgesprächs zu platzieren. Das Zeitgespräch ist ein festes Format im Wirtschaftsdienst, bei dem namhafte Wissenschaftler jeweils kurze Beiträge zu einem gemeinsamen Oberthema erstellen. Das Zeitgespräch in der Ausgabe 8/2011 hat das Thema "Mittelschicht zwischen Abstiegsängsten und hoher Belastung".

Volker Stern: Die Mitte im Zugriff des Fiskus, in: Wirtschaftsdienst, 91. Jahrgang, Heft 8, August 2011, S. 521-525.

Link zur Zeitschrift Wirtschaftsdienst (z.T. kostenpflichtiger inhalt)

Zum geplanten Abbau der kalten Progression

Mit dem "Entwurf für ein Gesetz zum Abbau der kalten Progression" plant die Bundesregierung, den Einkommensteuertarif im Sinne der Steuerzahler für die Jahre 2013 und 2014 in zwei Schritten zu korrigieren. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung. Er reicht allerdings nicht aus, um die dann seit 2010 aufgestaute kalte Progression bzw. die heimlichen Steuererhöhungen in diesem Zeitraum auszugleichen.

In der Ausgabe Nr. 2 der Reihe KBI kompakt werden diese Zusammenhänge übersichtlich dargestellt. 

Download KBI kompakt Nr. 2 vom 22.12.2011:
Zum geplanten Abbau der kalten Progression

Von der Wirtschafts- in die Haftungsunion

Bisherige Fehlentwicklungen und aktuelle Handlungsoptionen


Seit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1957 haben sich die Aufgaben der Europäischen Union wesentlich gewandelt. Insbesondere die distributiven Elemente und gemeinschaftlichen Kompetenzen wurden ausgeweitet. Gleichzeitig erfolgte schrittweise eine Erweiterung, bei der nicht nur die Zahl der Mitgliedsländer, sondern auch deren Unterschiede zunahmen. Um diesem Spannungsfeld entgegenzuwirken, wurden neben strukturpolitischen Maßnahmen ein Eigenmittelsystem und ein Stabilitäts- und Wachstumspakt auf den Weg gebracht. Aufgrund verschiedenster Mängel gingen von diesen Regelungen auf die Mitgliedstaaten Anreize für eine zunehmende Verschuldung aus. Infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise gerieten einige Mitgliedsländer in eine Staatsschuldenkrise und zum Teil an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Der europäische Staatenverbund reagierte darauf mit zahlreichen Rettungsmaßnahmen, aus denen sich enorme Haftungspotenziale für den deutschen Steuerzahler ergeben. Die Ursachen der Schuldenkrise werden dadurch letztlich aber nicht gelöst.

In der Sonderinformation 64  Von der Wirtschafts- in die Haftungsunion - Bisherige Fehlentwicklungen und aktuelle Handlungsoptionen erfolgt zunächst eine Analyse der Ursachen und der entschiedenen politischen Maßnahmen. Danach werden die Haftungspotenziale für den deutschen Steuerzahler beziffert. Abschließend werden unterschiedliche Lösungsansätze dargestellt, mit denen ein Weg aus der Haftungsunion gefunden werden kann. Von einer Alternativlosigkeit der Rettungspakete, die politisch proklamiert wird, kann keine Rede sein.

Download Sonderinformation 64

Der umstrittene Solidaritätszuschlag

Mythen und Fakten

Die lange Erhebungsdauer des Solidaritätszuschlags – er geht in das 16. Jahr seiner Erhebung - ist verfassungsrechtlich bedenklich, weshalb dazu erneut ein Verfahren am Bundesverfassungsgericht anhängig ist.

Dem gegenüber Soli

 steht in der öffentlichen Diskussion die Behauptung, der Solidaritätszuschlag sei unverzichtbar für den sogenannten Aufbau Ost und generell sei das Aufkommen unentbehrlich.

Die Argumente zugunsten des Solidaritätszuschlags überzeugen indes nicht. In der Sonderinformation 62 wird insbesondere begründet, warum ein Votum gegen den Solidaritätszuschlag kein Votum gegen den Aufbau Ost ist. Im Anhang werden darüber hinaus noch einmal die populärsten Irrtümer bezüglich des Solidaritätszuschlags korrigiert.

Download der Sonderinformation 62: Der umstrittene Solidaritätszuschlag

Schrift 102 - Verfassungswidriger Solidaritätszuschlag

Das KBI im ÖkonomenBlog





Unter den Titeln "Schulden: Kommunen tricksen mit Kassenkrediten" sowie "Wohngeld überflüssig"  hat das Karl-Bräuer-Institut kurze Beiträge für den ÖkonomenBlog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt.

"Die Plattform richtet sich an alle, die sich für Ökonomie interessieren und politische Diskussionen aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht beleuchten wollen. Auf www.insm-oekonomenblog.de veröffentlichen prominente und ausgewiesene Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fundierte Beiträge zu aktuellen Wirtschaftsthemen. "
Quelle: http://www.insm-oekonomenblog.de/infos-zum-blog/

 
Link zum Beitrag ''Schulden: Kommunen tricksen mit Kassenkrediten"


Link zum Beitrag "Wohngeld überflüssig"

Reform der Grundsteuer

Handlungsbedarf und Reformoptionen


Eine Reform der Grundsteuer beschäftigt Politik und Wissenschaft schon seit langem. Gleichwohl ist erst durch die 2010 geäußerten verfassungsrechtlichen Bedenken des Bundesfinanzhofs wieder Bewegung in den Reformprozess gekommen.

Die unterschiedlichen Reformmodelle aus den Reihen der Bundesländer sollen im Laufe des Jahres 2011 erprobt werden. In der Schrift 109 (Reform der Grundsteuer - Handlungsbedarf und Reformoptionen) hat das Institut den Reformbedarf noch einmal herausgestellt. Die Grundsteuer ist in ihrer bisherigen Ausgestaltung überholt. Sie erweist sich prinzipiell als Fremdkörper in einem modernen Steuersystem. Folgerichtig wäre also, die Grundsteuer abzuschaffen. Sofern die Grundsteuer aus politischen Gründen als unverzichtbar erachtet wird, so muss sie für den Steuerzahler zumindest erträglich gestaltet werden. Mindestforderungen an eine Reform sind deshalb eine deutliche Vereinfachung bei der Steuererhebung und die Wahrung von Aufkommensneutralität. Anhand dieser Maßstäbe wurden die vorgelegten Reformvorschläge geprüft. Dabei erweisen sich die Ansätze, die eine wertorientierte Bemessungsgrundlage vorsehen, als ungeeignet. Lediglich ein Modell, welches als Bemessungsgrundlage einen reinen Flächenbezug ohne Bewertungskomponente vorsieht, kann den formulierten Anforderungen nahekommen und ist folglich am ehesten als Blaupause für die zu reformierende Grundsteuer geeignet. Download Schrift 109

Weitere Veröffentlichungen zu Gemeindesteuern:

Schrift 94: Kommunale Steuerautonomie und Gewerbesteuerabbau

Sonderinformation 60: Aktuelle Empfehlungen zu Abbau und Ersatz der Gewerbesteuer



Orientierungen

Gastbeitrag des KBI





In der Ausgabe 128 (Juni 2011) der Zeitschrift "Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik"  der Ludwig-Erhard-Stiftung findet sich auf den Seiten 23-28 ein Beitrag des Instituts mit dem Titel "Zur Problematik des unterschiedlichen Rentenrechts in Ost- und Westdeutschland". Das Heft ist online bei der Ludwig-Erhard-Stiftung verfügbar.

Download Orientierungen 128 (Juni 2011)

Hart aber fair

Faktencheck des KBI




Das Institut wurde gebeten, zur Nachbereitung der ARD-Sendung "Hart aber fair" mit seiner Expertise beim sogenannten "Faktencheck" mitzuwirken. Die Sendung mit dem Titel "Euro retten und Steuern senken - ist Deutschland dafür stark genug?" vom 13.07.11 ist hier zu finden. Im Faktencheck werden im Nachgang zur Sendung die in der Diskussion erwähnten Thesen überprüft.
Zum Faktencheck der Sendung vom 13.07.11

Kommunale Kassenkredite - Missbrauchsgefahr und Reformvorschläge





Die Verschuldungssituation vieler kommunaler Haushalte hat sich seit Anfang der 90er Jahre zugespitzt. Ursächlich dafür war und ist die expansive Ausgabenpolitik der Kommunen, die zu Finanzierungsdefiziten geführt hat. Da sich aber die langfristigen Kreditmarktschulden in den letzten Jahren rückläufig entwickelt haben, müssen die Defizite anderweitig finanziert worden sein. Infolge einer Lockerung der kommunal- und aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Aufnahme von Kassenkrediten gingen viele Kommunen dazu über, Ausgabenüberschüsse über eine fortlaufende und expansive Kassenkreditverschuldung zu finanzieren. Durch die ungezügelte Aufnahme dieser – eigentlich kurzfristigen – Überbrückungskredite gerieten die Kommunen so in eine Schuldenfalle.


In der Schrift 108 "Kommunale Kassenkredite - Missbrauchsgefahr und Reformvorschläge" werden sowohl Entwicklung als auch Ursachen der kommunalen Kassenkreditverschuldung analysiert und mit anderen Instrumenten der Kreditfinanzierung verglichen. Das Institut zeigt zudem auf, dass die revolvierende und damit rechtswidrige Kassenkreditaufnahme infolge institutioneller Mängel und zum Teil bewussten Lenkungsverhaltens der Aufsichtsbehörden in vielen Bundesländern gebilligt wurde. In der Folge haben sich die kommunalen Kassenkredite mittlerweile zu einem hohen Sockel aufgetürmt, der nur schwer wieder abgetragen werden kann.

Um der hohen und missbräuchlichen Verschuldung über Kassenkredite entgegenzuwirken, werden Lösungsvorschläge entwickelt, die sowohl die Aufnahme als auch das Volumen der kommunalen Kassenkredite kurz-, mittel- und langfristig verringern und kommunalrechtlich stärker reglementieren sollen.

Download Schrift 108

Zur Vereinheitlichung des Rentenrechts

aus Beitrags- und Steuerzahlersicht
SI Nr. 63



In der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) existieren auch zwei Jahrzehnte nach der Deutschen Wiedervereinigung unterschiedliche rentenrechtliche Regelungen für Versicherte in den alten und neuen Bundesländern. Diese Unterschiede sind jedoch mit Nachteilen und Mängeln verbunden. In der vorliegenden Sonderinformation 63 werden daher die Möglichkeiten zur Vereinheitlichung des Rentenrechts aus Beitrags- und Steuerzahlersicht untersucht. Nicht zuletzt unter Beachtung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts wäre die Vereinheitlichung des Rentenrechts nicht allzu lang hinauszuzögern, sondern in einem angemessenen und überschaubaren Zeitraum schrittweise alsbald zu verwirklichen.

 Download Sonderinformation Nr. 63

Steuer- und Abgabenbelastung weiter angespannt

Deutsche Haushalte im internationalen Vergleich

OECD

Im internationalen Vergleich belegt Deutschland bei der Steuer- und Abgabenbelastung nach wie vor einen Spitzenplatz. Gemessen am mittleren Belastungsniveau in den 30 OECD-Ländern schulterten deutsche Haushalte 2008 eine zusätzliche Steuer- und Abgabenlast von rund 150 Milliarden Euro.
In seiner Sonderinformation 61 legt das Institut die aktuelle Belastungssituation dar und stellt Entlastungsvorschläge zur Diskussion.

Download Sonderinformation Nr. 61:
Steuer- und Abgabenbelastung weiter angespannt - Deutsche Haushalte im internationalen Vergleich

Zum Vorschlag für einen Einkommensteuertarif des Karl-Bräuer-Instituts siehe auch
Schrift 103: Reform des Lohn- und Einkommensteuertarifs (April 2008).

Reform der Gewerbesteuer

Rathaus

Die Bundesregierung hat eine Kommission zur Reform der Gemeindefinanzierung gebildet. Am 4. März 2010 fand die konstituierende Sitzung statt. Gemäß Koalitionsvertrag hat diese Kommission den Auftrag, auch den Abbau der Gewerbesteuer und ihres Ersatzes zu prüfen. Zu den Details dieses Ersatzes hat das Karl-Bräuer-Institut eine spezielle Untersuchung erstellt. Sie lässt insbesondere erkennen, welche konkreten Anteils- und Steuersätze bei den Gemeindeanteilen und bei der Körperschaftsteuer in Betracht kommen.


Sonderinformation Nr. 60
Aktuelle Empfehlungen zu Abbau und Ersatz der Gewerbesteuer

Zu grundsätzlichen Überlegungen zum Thema siehe auch
Kommunale Steuerautonomie und Gewerbesteuerabbau (Schrift 94, März 2002)

Versicherungsfremde Leistungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Krankenkassen

Der Bundeszuschuss zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist in den letzten Jahren fortlaufend erhöht worden und erreicht im Jahr 2010 seinen vorläufigen Höchststand. Die Zuführung von Bundesmitteln an die GKV ist aber nur in einem Umfang sachgerecht und geboten, der den Ausgaben der GKV für versicherungsfremde Leistungen entspricht. Deshalb hat das Institut im Rahmen seiner Schrift 106 die versicherungsfremden Leistungen sowohl auf der Ausgabenseite als auch auf der Einnahmenseite der GKV ermittelt und überprüft.


Zur Schrift 106: Versicherungsfremde Leistungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Beiträge zu versicherungsfremden Leistungen in anderen Sozialversicherungszweigen:

Versicherungsfremde Leistungen in der Gesetzlichen Rentenversicherung




Die Zuweisungen des Bundes an die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) sind seit Jahren die größte Ausgabenposition im Bundeshaushalt. Aus finanzwissenschaftlicher und ordnungspolitischer Sicht ist die Zuweisung allgemeiner Haushaltsmittel des Bundes an die GRV sachgerecht, wenn sie der Finanzierung von versicherungsfremden Leistungen dienen. In der Schrift 107 versucht das Institut daher, sämtliche versicherungsfremde Leistungen in der GRV zu ermitteln und zu prüfen, inwieweit eine sachgerechte Finanzierung durch Bundeszuweisungen gewährleistet ist. Darüber hinaus werden alle versicherungsfremden Leistungen auf ihre Notwendigkeit überprüft.

Schrift 107:
Versicherungsfremde Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung und ihre sachgerechte Finanzierung


Weitere Überlegungen zum Thema Gesetzliche Rentenversicherung:
Sonderinformation 63: Zur Vereinheitlichung des Rentenrechts

Zu anderen Sozialversicherungszweigen:
Schrift 106: Versicherungsfremde Leistungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung

Schrift 104: Hohes Entlastungspotenzial in der Arbeitslosenversicherung
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